Offener Brief an die Bürgermeister der Stadt Heilbronn

Offener Brief an die Bürgermeister der Stadt Heilbronn

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, lieber Harry
sehr geehrter Herr Erster Bürgermeister Diepgen,
sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Christner,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Hajek,

die Begehung der Bottwarbahntrasse ermutigt uns, Ihnen eine
Grundstimmung nahe zu bringen, die wir mit vielen Heilbronnern teilen. Wir haben sie im angehängten Brief zusammengefasst und würden uns freuen, wenn Sie unsere Gedanken nachempfinden und uns Ihre Haltung verdeutlichen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Wolf Theilacker
Heidrun Landwehr
Helmuth Etzler

Vorstand Erlebnisweg Lerchenberg e.V.


13.11.2019

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, lieber Harry,

„Radverkehr braucht Platz – und steht damit in Konkurrenz zu anderen Ansprüchen auf den in vielen Kommunen knappen öffentlichen Raum. Hier zeigen wir gute Beispiele, wie Kommunen dem Radverkehr auf kreative Weise Platz verschafft haben. Ob durch die Einrichtung von Fahrradstraßen, die Umwidmung von stillgelegten Bahntrassen oder den Bau von Radschnellwegen.“     Zitat, siehe unten.

in Übereinstimmung mit sämtlichen Mobilitäts-, Luft- und Klimagutachten und auf der Grundlage des GR-Beschlusses, den Umweltverbund entscheidend voranzubringen zu müssen nehmen wir unsere Begehung der Bottwarbahn-Trasse zum Anlass, die Verwaltung nachdrücklich zu bitten, sämtliche stillgelegten Bahntrassen in der Kernstadt zu schnellen, geschützten, direkten, und nahezu autofreien Fuß- und Radwegen umzugestalten.

Bei der Bottwarbahntrasse (künftig Bildungsradweg zu Schulzentrum und Hochschule: von der Sontheimer Landwehr bis Charlottenstraße:) bitten wir, die Planung „zügig“ (der letzte Zug ist schon vor 40 Jahren abgefahren!) voranzubringen mit dem Ziel, einen Zuschuss des Landes plus Sonderzuschuss wg. Bahntrasse/schnellem Radweg zu beantragen. Parallel dazu können auch EU-Mittel zur Förderung des Radtourismus beantragt werden. Wir erwarten – wie beim Fahrradparkhaus – eine Bezuschussung des schnellen Rad- und Fußwegs von deutlich über 50 Prozent.

Dasselbe gilt sinngemäß für die Lerchenbergtrasse, die es noch zu erwerben gilt. Zum Vergleich: Die Bottwarbahntrasse vom Bahnhof Sontheim bis zum Südbahnhofwurde 10 Jahre nach ihrer Stilllegung 1988  erworben für 10 EUR (20 DM) pro m2 (17051 m2 für 341.020 DM; DR 536 vom 17.11.1988). Heute schreiben wir das Jahr 40 nach der Stilllegung.

Die Bahntrassen, die beidseits an den Südbahnhof mit seinem fast schon fertigen Fuß- und Radweg andocken sehen wir als als eine Einheit: eine Ost-West- Tangente vom Neckar (via Knorrstraße) zum Pfühlpark/Trappensee mit Südast (Bildungsradweg zum Campus Sontheim).

Wir weisen darauf hin, dass mit dem Erwerb der Trasse Gemmingstal – Wannental auch die katastrophalen Verkehrsverhältnisse bei Ein- und Ausfahrt zum Recyclinghof Wannental behoben werden können (durch Vergrößerung, Ringverkehr und Ausfahrt oberhalb des Trafogebäudes) wenn das Bahngelände zur Verfügung stünde. Zudem könnten so entlang des Bahndamms oberhalb des Recyclinghofs dringend benötigte weitere Parkplätze angelegt werden, zum Beispiel für Stadtbahn-Kunden, die multimodal unterwegs sind.

Unser Anliegen ist es, dass das, was auf vielen Seiten verschiedener Papiere steht, nun endlich umgesetzt wird und dass Sie, die Stadtspitze, den Gemeinderat aktiv „mitnehmen“.

Mit freundlichen Grüßen

Wolf Theilacker   Heidrun Landwehr   Helmuth Etzler

Vorstand Erlebnisweg Lerchenbergtunnel e.V.


https://www.fahrradland-bw.de/radverkehr-in-bw/foerdermittel/

https://www.fahrradland-bw.de/radverkehr-in-bw/radschnellverbindungen/pilotprojekte/

https://www.fahrradland-bw.de/radverkehr-in-bw/radschnellverbindungen/

One thought on “Offener Brief an die Bürgermeister der Stadt Heilbronn

  1. Lieber Vorstand, vielen Dank für diesen engagierten Brief an die Verwaltungsspitze der Stadt, der dort hoffentlich nicht seine Wirkung verfehlen wird! Offensichtlich gibt es noch sehr viel bislang ungenutztes Potenzial zur nachhaltigen Gestaltung der Mobilität in unserer Stadt. Wichtig wäre daher ein möglichst schnelles Handeln der Verantwortlichen, um diesen Erfordernissen gerecht werden zu können.

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