Übersicht der Planungsdetails
Auf Basis der Unterlagen zur Entwurfsplanung und dem Genehmigungsantrag für den Gemeinderatsbeschluss vom 18.12.2025 stellen wir auf unserer Homepage nun eine Zusammenfassung der wesentlichen Gestaltungsdetails bereit:
Alle Blog-Einträge mit Neuigkeiten zum Projekt „Erlebnisweg Lerchenbergtunnel“
Auf Basis der Unterlagen zur Entwurfsplanung und dem Genehmigungsantrag für den Gemeinderatsbeschluss vom 18.12.2025 stellen wir auf unserer Homepage nun eine Zusammenfassung der wesentlichen Gestaltungsdetails bereit:
In seiner letzten Sitzung in diesem Jahr stimmt der Heilbronner Gemeinderat mit überraschend klarer Mehrheit für die Aufhebung des Sperrvermerks auf die im Haushalt eingestellten Finanzmittel und genehmigt die Entwurfsplanung für das Projekt „Fuß- und Radweg Bottwarbahntrasse“. Damit ist nach über zehn Jahren kommunalpolitischen Tauziehens um die Realisierung des Projekts die finale Freigabe für die Umsetzung der beiden fehlenden Teilstücke des insgesamt rund 3 km langen Wegs auf der ehemaligen Bahntrasse – einschließlich Nutzung des Lerchenbergtunnels – beschlossen!
Dem Beschluss vorausgegangen war eine emotionale, aber auch in Teilen humoristische Diskussion zum Projektantrag, den das Amt für Straßenwesen mit der Gemeinderats-Drucksache 278/2025 eingebracht hatte. Ein kurzfristig nachgereichter Antrag der CDU-Fraktion zur gesplitteten Abstimmung über die beiden Einzelteile des Projekts (Sontheimer Ast / Lerchenbergtunnel) machte die Entscheidung spannend bis zum Schluss. Letztlich positionierten sich die Fraktionen in ähnlicher Weise, wie schon bei den bisherigen Abstimmungen in den vergangenen Jahren:
Die Verwaltung ist damit nun beauftragt, die Fördermittel abzurufen, die Grundstücke der Verbindungsbahn von der Deutschen Bahn zu erwerben und die Ausschreibung für die Baumaßnahmen zu starten. Kurz gesagt: Es kann endlich losgehen!
Über die Sitzung berichteten auch die Heilbronner Stimme (2x), der Echo, die Heilbronner Stadtzeitung, die Rhein-Neckar-Zeitung und L-TV [externe Links]:
Statements der Fraktionen in den Sozialen Medien: CDU | SPD | Grüne | PRO
Als Verein freuen wir uns über die Entscheidung, die unsere jahrelangen Bemühungen belohnt, das visionäre Infrastruktur-Projekt auf die Wunschliste der Heilbronner Verwaltung zu setzen. Wir wollen uns nun gemeinsam mit den städtischen Verantwortlichen um die wichtige Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt kümmern und die Umsetzung bis zur Fertigstellung weiter begleiten.
Nach der Weihnachtspause wird es hier eine detaillierte Vorstellung der Projektplanung geben. Ebenso ist für Anfang kommenden Jahres eine Mitgliederversammlung geplant (offizielle Einladung folgt). Bis dahin wünschen wir erholsame Festtage und einen guten Start ins neue Jahr!
Martin, Pascal und Helmuth
Am kommenden Donnerstag, den 18.12. wird in der letzten Gemeinderats-Sitzung des Jahres über die finale Umsetzung des Projekts entschieden. Dabei werden formell die Freigabe der Entwurfsplanung, sowie der Entfall des Sperrvermerks auf den finanziellen Eigenanteil der Stadt im Haushalt 2025/26 beantragt. Die Zusage zur Förderung über insgesamt knapp 90%(!), sowie ein attraktives Verkaufsangebot der Deutschen Bahn (DB InfraGO AG) liegen nun endlich vor, womit die Voraussetzungen für die Aufhebung der Finanzmittelsperre gegeben sind.
Für diese Abstimmung hat die Verwaltung alle relevanten Informationen in einer umfassenden Gemeinderats-Drucksache zusammengefasst, die nun öffentlich einsehbar ist (DS 278/2025 -> Klick auf „15 Dokumente“). Hier werden erstmals detaillierte Pläne des Fuß- und Radwegs, eine konkrete Kostenübersicht, sowie ein Ausblick auf die gestalterischen Möglichkeiten des Tunnels vorgestellt. Damit ist die bisherige Vision des Projekts zum Greifen nah!
Das Amt für Straßenwesen hat hierbei aus unserer Sicht eine sehr gute und seriöse Vorarbeit geleistet. Auf Basis der vorliegenden Unterlagen dürfte eigentlich auch dem letzten Zweifler klar werden, dass es sich um ein verkehrstechnisch sinnvolles, baulich umsetzbares und aufgrund der zugesagten Förderungen auch finanziell hoch attraktives Projekt für die Stadt Heilbronn handelt. Dennoch kann eine mehrheitliche Zustimmung aufgrund der aktuellen Zusammensetzung des Gremiums nicht als selbstverständlich erwartet werden.
Es bleibt also spannend bis zur letzten Minute!
Der Vorstand wird die Sitzung vor Ort mitverfolgen. Im Anschluss werden wir hier über den Ausgang berichten.
Auch die HN-Stimme hat im Vorfeld berichtet: > zum Artikel [ST+]
Diese Woche wurde die gesamte Trasse der Verbindungsbahn auf beiden Seiten des Lerchenbergtunnels (Gemmingstal und Wannental) von der Stadt Heilbronn freigeschnitten. Die Arbeiten ermöglichen es den städtischen Projektplanern nun wieder direkt vor Ort relevante Begebenheiten für die Entwurfsplanung zu begutachten.
Der Weg ist also frei – ein Zeichen für die anstehenden Entscheidungen zum Projekt…?
(Klick auf Bilder zum Vergrößern)



In der Gemeinderatssitzung am 25.09. stellte Erster Bürgermeister Martin Diepgen den Finanzzwischenbericht zum Haushalt 2025/26 vor (auch die HN-Stimme berichtet [ST+]). Darin wird für das Jahr 2025 ein zusätzliches Defizit in Höhe von rund 4 Mio EUR prognostiziert. Zwar wurden einige der eingeplanten Mittel insbesondere im Bereich des Bauwesens aufgrund Verspätungen in den Projekten in diesem Jahr nicht abgerufen, belasten damit aber automatisch zusätzlich den Haushalt des kommenden Jahres (sog. Ermächtigungsreste). Der Zwischenbericht schließt daher mit einem nicht überraschenden Fazit:
Vor diesem Hintergrund und den bereits beschlossenen, aber noch nicht oder nur teilweise umgesetzten Maßnahmen stellt sich verstärkt die Frage nach einer Priorisierung der Maßnahmen im Rahmen der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Verwaltung insbesondere mit Blick auf den dauerhaften Zahlungsmittelbedarf im Ergebnishaushalt.
Bei der Frage, welche Maßnahmen priorisiert werden sollen bzw. (nicht) leistbar sind, herrscht wie üblich keine Einigkeit zwischen den einzelnen Ratsfraktionen. Das Fuß- und Radwegprojekt steht bei der anschließenden Diskussion im Ratssaal erwartbar schnell als möglicher Streichkandidat im Raum (auch wenn hierzu an diesem Abend keine Abstimmung angesetzt ist).
Unser Vereinsmitglied und Gründungsvorstand Wolf Theilacker hat dazu folgende Reaktion verfasst:
…Nachdem bereits im März 2024 die positive Rückmeldung über die Aufnahme des Projekts in das Landes-Förderprogramms des LGVFG verkündet wurde, liegt nun auch die Bestätigung über die kombinierte Aufnahme in das Bundes-Förderprogramm Stadt und Land vor. Damit ist das Projekt in beide angestrebten Förderprogramme aufgenommen worden und eine rund 90%ige Förderquote ist damit erreichbar!
Das ist ein entscheidendes Kriteium, um den Haushalts-Sperrvermerk auf die städtischen Eigenmittel aufheben zu können. Hierzu fehlt nun noch die Rückmeldung der Deutschen Bahn über die interne Entscheidung der Entbehrlichkeit der ehemaligen Trasse. Die Aussage hierzu war eigentlich bereits im März erwartet worden…
Ist der geplante Erlebnisweg Lerchenbergtunnel – auch als Fuß- und Radwegverbindung Bottwarbahntrasse bezeichnet – der Grund für die späte Umsetzungen von Maßnahmen zur Entschärfung gefährlicher Verkehrssituationen im Radwegenetz? Dieser Eindruck mag entstehen, wenn man den Artikel der HN-Stimme vom 19.07.25 (s. >Pressearchiv) über die – absolut berechtigten! – Hinweise des CDU-Stadtrats Alexander Lobmüller zur unklaren Radwegeführung am Ende der Fahrradstraße Steinstraße (Einmündung Mönchseestraße) liest. Im Artikel heißt es: „[…] Die Steinstraße hält das Rathaus für eine wichtige Fahrradstraße von der Innenstadt in südöstliche Bezirke, erklärt eine Sprecherin. Weil die Rad- und Fußwegverbindung Bottwarbahntrasse priorisiert werde und die Kapazitäten beim Amt für Straßenwesen begrenzt seien, sei der Bereich erst nach 2030 terminiert. […]“
Grundsätzlich wurde die Priorisierung des Fuß- und Radwegs in der Gemeinderatssitzung vom November 2023 festgelegt. Neben dem Projekt wurden jedoch auch der Radschnellweg RS3 (städtischer Planungsanteil) und die Radwege-Erschließung des IPAI-Campus priorisiert. Als alleiniger „Sündenbock“ taugt der Erlebnisweg daher nicht. Viel gravierender ist aber die zweite Aussage im vorgenannten Zitat: die Planungs-Kapazitäten im Amt für das Radwegenetz sind schon seit Jahren ein bekannter Engpass in der Verwaltung. Die Gründe hierfür mögen vielfältig sein, für eine zügige Umsetzung aller Vorhaben ist jedoch vor allem hier anzusetzen. Nur so können die vielen überfälligen und dringend benötigten Maßnahmen zur Optimierung des Heilbronner Radwegenetzes zügig umgesetzt werden, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern.
Der ADFC hat das Ergebnis des Fahrradklima-Tests 2024 veröffentlicht. Er schreibt dazu auf seiner Homepage:
„Gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder präsentierte der ADFC Mitte Juni die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests im Bundesverkehrsministerium und zeichnete die Gewinnerstädte aus (Foto oben). Befragt wurden über 213.000 Menschen, wie sicher und komfortabel sich das Radfahren in ihrer Stadt anfühlt.
Das Fahrradklima in Deutschland verbessert sich nur langsam. Mit 3,92 fällt die Gesamtnote nur minimal besser als 2022 (3,96) aus. Positive Entwicklungen gibt es dennoch: Stadtzentren sind besser mit dem Rad erreichbar (Note 2,78), und viele Kommunen öffnen Einbahnstraßen systematisch für Radfahrende. Auch sichere Abstellanlagen schneiden besser ab als früher. Problematisch bleiben die schmalen Radwege (4,70), fehlende Kontrollen von Falschparkenden (4,69) und die chaotische Führung an Baustellen (4,65). Das Miteinander im Verkehr bekommt sogar nur die Note 4,05 und wird damit noch schlechter bewertet als das Fahrradklima insgesamt. […]“
Im Städteranking der Ortsgrößenklasse 100.000 bis 200.000 Einwohner landet Heilbronn auf Platz 17 Heilbronn mit einer Note von 3,96 (-> s. Rankingliste, Seite 6). Details zur Bewertung und den Stärken und Schwächen im Städtevergleich finden sich in der Übersicht zum Umfrageergebnis für Heilbronn.
Interessant ist, dass bei der kommunalen Selbstauskunft die Stadt Heilbronn den „Radweg Bottwarbahntrasse mit Lerchenbergtunnel“ als „herausragendes Projekt der Radverkehrsförderung“ nennt (neben „Radwege IPAI“ und „Radschnellweg 3“, s. Seite 2). So ein klares Bekenntnis zum Projekt wäre vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen – diesen Erfolg können wir auch als Verein verbuchen als Ergebnis unserer Bemühungen, die städtische Verwaltung und Politik von der Bedeutung des Projekts zu überzeugen!
(s.a. allgemeiner Artikel in der HN-Stimme: https://www.stimme.de/leben/panorama/befragung-viele-radfahrer-fuehlen-sich-nicht-sicher-art-5063365)
Momentan ist zum Projekt wenig in der örtlichen Presse zu hören. Daher an dieser Stelle ein kurzer Überblick zum aktuellen Status:
Seit der Aufnahme des städtischen Projektkostenanteils in den Haushalt 2025/26 (Ende 2024) steht weiterhin der Sperrvermerk hinter dem entsprechenden Posten im Budget. Voraussetzung zur Auflösung des Vermerks und der weiteren Finanzierung von Planung und Bau sind 1.) die Zusage des zweiten Fördertopfes aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“ sowie 2.) die Verkaufszusage der Deutschen Bahn für die Verbindungsbahntrasse einschließlich des Tunnels nach einer internen, sogenannten Entbehrlichkeitsprüfung. Beide Entscheidungen stehen noch aus, die Zusagen werden bis zum Sommer erwartet. Daraufhin muss der Gemeinderat die Freigabe der städtischen Mittel beschließen. Ziel ist es, diese Entscheidung in der ersten Sitzung nach der Sommerpause auf die Agenda zu bringen.
Mit Abschluss der Entwurfsplanung der Verkehrsanlagen, der Planung der Tunnelsanierung und weiterer Gutachten (Boden, Umwelt-/Artenschutz) ist eine finale Freigabe der Umsetzung durch den Gemeinderat erforderlich. Im Idealfall kann dies in einer Sitzung Ende des Jahres erfolgen.
Nach der Freigabe ist eine europaweite Ausschreibung der Arbeiten notwendig, welche bei positiver Entscheidung Anfang 2026 durchgeführt würde. Im Anschluss können die Bauarbeiten beginnen, geplant ist die Fertigstellung in zwei Bauabschnitten (Bottwarbahntrasse, Verbindungsbahn mit Lerchenbergtunnel).
Wir werden hier weiter wie gewohnt über aktuelle Entwicklungen zum Projekt berichten. Man darf also gespannt sein!
Von der Idee zum Projekt und der ersten Auseinandersetzung im Heilbronner Gemeinderat, über die Gründung des Vereins und die erfolgreiche Petition, bis zur zähen Verankerung der Baukosten im städtischen Haushalt – die Historie des Erlebniswegs Lerchenbergtunnel ist gespickt mit mühsam errungenen Teilerfolgen und dem Warten auf die Fertigstellung.
Jetzt gibt es eine aktualisierte Übersicht der Projekthistorie für alle, die den langen Weg bis zum aktuellen Status noch einmal nachverfolgen möchten.