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Author: Martin Bücker

Sicherheitsbedenken halten Menschen vom Radfahren ab

Sicherheitsbedenken halten Menschen vom Radfahren ab

Eine Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos vom Mai 2022 hat ergeben, dass die Fahrradnutzung für Besorgungen oder den Arbeitsweg in den Ländern am höchsten ist, in denen das Rad als sicheres Verkehrsmittel wahrgenommen wird.

„[…] Deutschland rangiert bei dieser Frage im oberen Mittelfeld: 42 Prozent der Bundesbürger bemängeln die Sicherheit für Radfahrer in ihrer Wohngegend. In den meisten untersuchten Ländern spricht sich daher auch eine deutliche Mehrheit (weltweit 64%) dafür aus, Fahrrädern bei neuen Infrastrukturprojekten gegenüber Autos den Vorrang zu geben. Auch in Deutschland sind 53 Prozent der Befragten der Meinung, dass der Radverkehr bei neuen Straßen- und Verkehrsinfrastrukturprojekten in der eigenen Region priorisiert werden sollte. Erneut zeigt sich: Die Unterstützung für die Bevorzugung von Fahrrädern in der Verkehrsplanung überwiegt überall dort, wo eine klare Mehrheit die Auffassung teilt, dass Radfahren in der näheren Umgebung zu gefährlich ist.“

[Quelle: Presse-Information zur Ipsos-Studie (Link: web | pdf)]

Eine Bestätigung mehr, in Heilbronn die bislang ungenutzte Chance zu ergreifen und die Bottwarbahn-/Verbindungsbahntrasse endlich in einen autofreien Fuß- und Radweg umzuwidmen. Das wäre ein echtes Bekenntnis der Stadt, dass es mit der angestrebten Erhöhung des Radverkehrsanteils am Modalsplit wirklich ernst gemeint ist!

Denkmal am Südbahnhof

Denkmal am Südbahnhof

Am Samstag, 28.01., wurden auf die „Schaugleise“ am Südbahnhof (Nähe Edeka) zwei Radsätze aufgesetzt – einmal Normalspur (vom >Bayerischen Eisenbahnmuseum e.V. in Nördlingen) und einmal Schmalspur (von der >Öchsle Schmalspurbahn aus Ochsenhausen). Die Radsätze und deren Transport wurden von der >Bürgeraktion Bottwartalbahn organisiert, um dort das Denkmal für den ehemaligen Südbahnhof und die früheren Bahnaktivitäten zu komplettieren. Im Endausbau soll noch eine Infotafel die Historie erläutern.

Als gemeinnütziger Verein unterstützen wir die Aktion inhaltlich und finanziell, da sie 100%ig zur Vision des Erlebniswegs Lerchenbergtunnel passt. Schließlich ist neben dem Mobilitätsaspekt auch die Förderung der kulturellen Bedeutung der Industriegeschichte Heilbronns am Beispiel der Bottwartal- und Verbindungsbahn (einschl. der Bauwerke) Ziel unserer Satzung.

Hier noch ein paar Bilder der Aktion (Klick auf erstes Bild zum Vergrößern und Durchblättern):

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ADFC Fahrradklima-Umfrage: Teilnehmen!

ADFC Fahrradklima-Umfrage: Teilnehmen!

Der städtische Radverkehrsbeauftragte Steffen Muth hat es treffend formuliert (s.u.) – bitte nehmt an der Umfrage teil und fordert im abschließenden Kommentarfeld die Stadt dazu auf, endlich mit Mut an das Projekt Erlebnisweg Lerchenbergtunnel heranzugehen.

Liebe Stadtradlerinnen und Stadtradler,

mit 367.192 erradelten Kilometer und einer Rekordzahl von 1.856 Radfahrenden liegt ein neues Rekordjahr hinter uns. Wir danken Ihnen allen für die Teilnahme am Stadtradeln Heilbronn und freuen uns schon, mit Ihnen im kommenden Jahr erneut neue Rekorde aufzustellen. Wir wollen einen nachhaltigen und klimafreundlichen Straßenverkehr, von dem alle Heilbronnerinnen und Heilbronner profitieren. Dabei setzen wir auch auf das Fahrrad und haben bereits eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt. Um weitere Maßnahmen anzustoßen, brauchen wir Ihre Rückmeldung, denn sie wissen am besten, was sie brauchen, um im Alltag mehr mit dem Rad unterwegs zu sein. Wir bitten Sie daher sich ein paar Minuten für die Befragung nehmen. Den Fahrradklimatest erreichen Sie unter folgendem Link:

https://fahrradklima-test.adfc.de/

Jetzt ist die Zeit!

Jetzt ist die Zeit!

In den letzten Wochen haben bereits viele sonnige Tage wieder zum Radfahren eingeladen. Vielleicht haben auch die hohen Spritpreise den einen oder anderen dazu gebracht, das Auto zumindest für einige Fahrten gegen das Rad einzutauschen. Der geplante „Erlebnisweg Lerchenbergtunnel“ bietet damit aktueller denn je Antworten für die Herausforderungen unserer Zeit, vereint er doch

  • Beitrag zu Mobilitätswende – und damit letztlich auch zum Umweltschutz
  • Verkehrssicherheit für Fuß- und Radfahrer durch vollständige(!) bauliche Trennung vom Autoverkehr
  • Naturnahe Routenführung inmitten des Stadtgebiets
  • Nachhaltigkeit im Sinne der Umnutzung vorhandener Bauwerke
  • Erhaltung des industriellen Kulturguts aus der Vorkriegszeit.

Dennoch endet die Fahrt auf der Trasse weiterhin auf beiden Seiten an den grünen Aktionsbannern und die Frage bleibt: wie und wann geht es hier weiter? Dazu hier ein paar Ausblicke:

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Begehung mit OB und Gemeinderat

Begehung mit OB und Gemeinderat

Die Transparentaktion am 25.11. und der entsprechende Pressebericht haben offenbar das Interesse von OB und Gemeinderat geweckt, sich weiter über den westlichen Teil des Erlebniswegs zu informieren. Die Resonanz auf unsere Einladung hin zur gemeinsamen Begehung der Bottwarbahn war quer durch alle Fraktionen groß. So fanden sich rund 30 Personen trotz der eisigen Temperaturen an der ehemaligen Querung der Eythstraße ein, um den einleitenden Worten der Vereinsvorsitzenden Wolf Theilacker und Helmuth Etzler zu lauschen (s.a. HN Stimme-Artikel [premium!] vom 11.12.21 // alternativ: Kopie).

OB Harry Mergel erläuterte darauf hin die aktuelle Sachlage zu Planungsstand und Ausblick zur weiteren Behandlung durch den Gemeinderat. Natürlich wurde die generellen Fragen bzgl. Verhältnismäßigkeit und Priorisierung erneut in den Raum gestellt – hier hatten zumindest die anwesenden Befürworter eine klare Meinung. Viel beachtlicher war daher die vom OB erwähnte Möglichkeit, die komplette Erlebnisweg-Strecke (inkl. Tunnel) als Einheit zu betrachten im Rahmen der Förderanmeldung.

Während der Begehung wurden die Herausforderungen der geplanten Umwidmung deutlich, v.a. die teilweise in Anspruchnahme einzelner Trassenflächen durch Gärten, Parkplätze oder Stellflächen wird eine detaillierte Auseinandersetzung und Lösungsfindung erfordern. Aber auch die großen Chancen wurden sichtbar, z.B. durch Umwandlung teil stark vermüllter Bereiche in eine lebenswerte Nutzfläche als Fuß- und Radweg.

So wird der Verein nicht müde, den herausragenden Nutzen der Trasse zu betonen. Wolf Theilacker dazu: „Der von uns avisierte neuartige getrennte, auto- und nahezu kreuzungsfreie Fuß- und Radweg („Premiumstandard“) ist nicht zu vergleichen mit den üblichen Radrouten der Stadt, wo Nutzer durch die verkehrliche Mischung Rad/Auto auf engstem Raum ständig gefährdet sind. Und zudem durch ständiges Abbremsen daran gehindert werden, ihr Potential an Geschwindigkeit zu nutzen. So werden insbesondere Pendler und Alltagsradler ausgebremst.“

Weitere Bilder:

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Transparent-Aktion

Transparent-Aktion

Wie bereits angekündigt (s. Blogeintrag vom 05.11.21) wurden am vergangenen Donnerstag die beiden Transparente an den derzeitigen Enden des Fuß- und Radwegs durch das Südbahnhof-Areal aufgestellt. Fast 30 Mitglieder des Vereins hatten sich trotz des ungemütlichen Wetters am alten Prellbock am ehemaligen Bahnübergang Charlottenstraße eingefunden, um der Forderung zur Realisierung der Fortsetzung Nachdruck zu verleihen.

Begleitet wurde die Aktion durch die HN Stimme (s. Stimme-Artikel [premium!] vom 27.11.21 // alternativ: Kopie). Für den Fototermin wurde bewusst die Brache der Bottwarbahn gewählt, da hier die Aussicht auf zügige Realisierung deutlich höher ist und das Teilstück „Lerchenbergtunnel“ derzeit bereits untersucht wird (s. Blogeintrag vom 15.09.21).

Nach einer Radfahrt entlang des Südbahnhof-Radwegs wurde der „Zwilling“ des Transparents am ehemaligen Bahnübergang Silcherstraße aufgestellt. Zum Aufwärmen ließen einige Mitglieder die Aktion noch bei Kaffee und Kuchen in einer nahgelegenen Bäckerei ausklingen.

(Bilder anklicken zum Vergrößern)

Transparent am ehem. Bahnübergang Silcherstraße
(Nahaufnahme Transparent)
Erlebnisweg Thema in Bürgerversammlung

Erlebnisweg Thema in Bürgerversammlung

(Auszug aus HN-Stimme Artikel vom 12.11.2021, Autor: Carsten Friese, Foto: Julian Ruf)

[…] Erstmals gab es in der Harmonie eine Bürgerversammlung für Bewohner der Kernstadt. Rund 80 Bürger kamen, weitere 236 verfolgten das Geschehen per Live-Stream daheim im Internet. […]

[…] Mehr Sanierungsarbeiten an Radwegen jenseits von Radrouten und Fahrradstraßen wünscht sich ein Bürger. Zum Beispiel an der Stuttgarter Straße „haut es einen fast aus dem Sattel“. Baubürgermeister Wilfried Hajek bat um Geduld, man könne in einer gewachsenen Stadt nicht mit einem Fingerschnippen das Radnetz erneuern. Man investiere viel, habe einen Preis vom ADFC als Aufsteigerstadt Radverkehr erhalten. „Wir sind auf einem guten Weg.“

Zu einer neuen Radroute über die alte Bottwarbahntrasse und den Lerchenbergtunnel in die Innenstadt äußerte sich Hajek vorsichtig. Es gehe bei dem Projekt auch um Standsicherheit und Haftungsfragen. „Das klären wir vorher.“ Ein Fachbüro sei beauftragt worden. […] (s.a. Blogeintrag vom 15.09.21)

Das perfekte Mottolied!

Das perfekte Mottolied!

„Warum hört der Fahrradweg einfach hier auf?“

Jan Böhmermann trifft es mit seiner gekonnt provokant satirischen Art auf den Punkt und hat – ohne es zu ahnen – das perfekte Lied zum immer noch unvollendeten Erlebnisweg Lerchenbergtunnel verfasst. Eine tolle Einstimmung auf unsere Herbstoffensive – mehr dazu demnächst! Und hier gibt es das Video zum Lied:

Digitale Radverkehr-Mängelkarte

Digitale Radverkehr-Mängelkarte

Nach dem landesweiten Aufruf des SWR zur Meldung von Mängeln im Radverkehrsnetz im Frühjahr, hat nun auch die Lokale Agenda Heilbronn eine Radverkehr-Mängelkarte online gestellt. Hier können für das Heilbronner Stadtgebiet Hinweise zu verbesserungswürdigem Zustand, Wegweisung, Verlauf, Markierung oder auch Sicherheit von Radwegen eingetragen werden.

Die fehlende Weiterführung des Erlebniswegs Lerchenbergtunnel sowohl in westliche (Bottwarbahntrasse), wie auch östliche Richtung (Lerchenbergtunnel) haben wir bereits eingetragen (siehe Nr. 90 + 91). Allerdings kann bei Klick auf das entsprechende Meldungssymbol und Auswahl von „Kommentar per Email senden“ dem Anliegen noch mehr Nachdruck verliehen werden. Nutzen wir diese Möglichkeit!

> Hier geht es zur Meldekarte…

(mit Zoom auf Meldung #90)